Logo

Gemüse aus dem eigenen Garten

Ihr geht einkaufen und kommt in die Gemüseabteilung. Habt Ihr euch schon mal gefragt wie viele Keime durch den Transport auf der Ware sind? Wer in welchem Land wohl unter armen Bedingungen ernten musste? Wie viel Spritzmittel wohl gespritzt wurde? Wie groß der CO2-Fußabdruck ist? Warum jedes einzelne Produkt in Plastik verpackt werden muss? Warum...? Warum...? Warum...?


Schluss mit dem Kauf von Gemüse mit einem schlechten Gewissen und rein in den Garten oder auf den Balkon. Hier erfährt ihr nützliche Gärtnertipps zum Thema „Gemüse anbauen“, Gemüse mit Frischegarantie und regionaler kann es nicht werden.Ihr habt ein Stück Garten, nicht groß, klein und fein und du hast aufgrund Corona dieses Stück Garten als Euer Rückzugsort mit Gartenmöbeln und bunten Blumen entdeckt? Doch außer Gartenstühlen und Gartentisch könnt Ihr noch viel mehr aus Eurem Paradies herausholen. Wie? Das erzähle ich Euch hier. Lest weiter.


Gemüse anbauenSei es nur ein kleiner Streifen offene Erde, ein Stück Wiese, welches Ihr frei legt oder sogar ein Hochbeet. Mit dem selbst angebauten Gemüse schmeckt das Essen gleich viel besser. Grabt die Stelle im Frühling um und arbeitet Bokashi in die Erde ein. So entsteht bald ein hochwertiger, humoser Gartenboden.

 

Hierfür zieht Ihr eine Rille von 20 cm Breite und 20 cm Tiefe und füllt sie mit ca. 8 cm Bokashi auf. Hierauf kommt eine Schicht Erde. Die selbst veredelten/gezogenen oder fertig gekaufte Gemüsepflanzen, werden jetzt eingepflanzt. Die Pflanzabstände von Gemüsesetzlingen sind je nach Art und Sorte unterschiedlich. Am besten fragt Ihr hierzu im Fachgeschäft nach. Achtet darauf, dass Ihr die Samen oder die Setzlinge zum richtigen Zeitpunkt setzt, sonst überrascht Euch der Frost. Ihr könnt sie mit einem kleinen Gemüsehaus schützen oder Ihr wartet bis die Eisheiligen (15. Mai) vorbei sind.

 

Im Juli müsst Ihr Euer Gemüse düngen. Hier empfiehlt es sich auf einen organischen Dünger zurückzugreifen (z.B. Horngries). Er unterstützt die Bodenlebewesen und sorgt für einen nährstoffreichen Boden in Eurem kleinen Garten.

Habt Ihr Euch schon mal gefragt, wann welches Gemüse gepflanzt werden kann? Hier ist eine kleiner Anbauplan.

 Anbauplan zum Gemüse anbauen

 

Lasst die Erde nie offen liegen, pflanzt immer etwas nach, nachdem Ihr geerntet habt, sonst gehen die wichtigen Nährstoffe mit dem nächsten Regen durch Auswaschung verloren.
Die Bodenlebewesen benötigen Feuchtigkeit und Schatten und fühlen sich in ausgetrockneten Bodenschichten nicht wohl.


Sind Pflanzen eingepflanzt, so nehmen sich diese die Nährstoffe und verbrauchen sie. Sorgt dafür, dass Ihr die Fruchtfolgen zügig nachpflanzt z.B. klassische Salate ab März bis Juli, dann folgen Herbstsalate, wie Endivien und Zuckerhut, der letzte ist Ackersalat, bis November. Dann ist Schluss mit Salaten. Kohl und Lauch ab März, je nach Standort. Gurke, Fenchel und Sellerie sind sehr kälteempfindlich, daher erst ab ca. April, danach auch Rote Beete und Mangold.


Somit ergibt sich eine ständige Ernte und eine gute Ausnutzung des Gemüsegartens.

Gärtnertipp:


Gemüse selber anbauen und eine gleichmäßige Ernte  erzielen ?

Säht z.B. Karotten, Radieschen, Kopfsalat immer in Abständen von 1-2 Wochen neu. Somit habt Ihr eine kleine Verzögerung in der Ernte und immer frisches junges Gemüse in Familienportionen auf dem Tisch, ohne, dass es überständig wird.

 

Was solltet Ihr mit der ersten Blüte machen die Tomate und Co. ausbilden?

Wenn Gurke, Tomate, Paprika, Zucchini und Aubergine die erste Blüte bekommen, entfernt diese. Warum? Die Pflanze muss erst einige Triebe und Blätter entwickeln, bis dann die Blüten/Früchte entstehen. Entfernt man die Blüte nicht, steckt die Pflanze alle Energie in die Frucht und bildet keine oder nur wenige neue Triebe aus, an denen Blüten entstehen können.
Also auch wenn Ihr eine Gemüsepflanze mit Frucht kauft, entfernt die Unterste. Diese Blüte nennt man Königsblüte.

 

Welche Tomaten ausgeizen?

Kleine kompaktwachsende Tomaten dürfen nicht ausgegeizt werden, sonst setzen sie keine Blüten mehr an. Stabtomaten hingegen sollten auf jeden Fall ausgegeizt werden. Brecht hierfür die kleinen senkrecht wachsenden Triebe in den Triebachseln aus. 


Flecken oder Schädlinge am eigenen Gemüse?

Wenn Euer Gemüse kleine Tiere wie Läuse oder Milben hat, könnt Ihr biologische Pflanzenschutzmittel verwenden. Ansonsten sorgt dafür das Ihr viele Insekten, also Nützlinge (hier kannst du nachlesen was du machen kannst), im Garten habt. Z.B. Marienkäfer- und Larve, Florfliege, Schwebfliege, Schlupfwespe und Co.

Auch bei Krankheiten, weißen Flecken oder braune Stellen könntet Ihr biologische Mittel verwendet. Vorbeugend darauf achten, dass die Blätter beim Wässern trocken bleiben, und z.B. Tomaten und Gurken luftig überdacht sind.

 

Doch damit das eigene Gemüse für die ganze Familie, von großem gesundem Erfolg gekrönt wird, ist das Wichtigste das Wässern.

Social Media

Besuchen Sie unsere Social Media-Präsenzen - wir freuen uns!

Facebook instagram youtube

Bitte beachten Sie die Nutzungsbestimmungen der Anbieter.

Suchen...

Wir benutzen Cookies
Wir benutzen für einige Funktionen Cookies, die aber nicht dauerhaft auf Ihrem Gerät gespeichert werden. Außerdem nutzen wir Dienste externer Anbieter wie Google und Facebook. Bitte lesen Sie dazu unsere Datenschutzhinweise. Sie können dies ablehnen, eventuell stehen dann aber nicht mehr alle Funktionen der Website zur Verfügung.